Als
die Chorgemeinschaft das „Tochter Zion, freue
dich" anstimmte, wurde der Hörer auf den
ersten Advent einstimmt. Aus Bachs wohl 1713 am Tag
vor Weihnachten uraufgeführter Jagdkantate
spielte das Orchester die Arie „ Schafe können
sicher weiden, wo ein guter Hirte wacht". Flötenduo
und Oboist traten sanglich hervor, den Streicherklang
ergänzte das Pizzicato der Bratschen und
Kontrabässe.
Der
Chor rundete den ersten Teil mit der von einem
Trompeter verhalten begleiteten Friedens-botschaft "Jesus
bleibet meine Freude" (aus Bachs Kantate "Herz
und Mund und Tat und Leben") ab, feierlich
wie ein Kirchenchor. Dass das „Laudate Dominum" aus
Mozarts „Vespera solennes de confessore" vielleicht
die schönste "Lobet den Herrn" - Musik
ist, bekräftigten Elisabeth Hallberg mit Sopranwohllaut,
der Chor in geschlossener Wirkung, das Orchester einfühlsam.
Von Schubert sang Christian Bauer die "Hymne an
die Jungfrau Maria", von der dieser den Eltern schrieb,
dass sie „wie es scheint, alle Gemüter ergreift
und zur Andacht stimmt".
Statt
des originalen Klavier begleitete das Orchester
zurückhaltend, tonschön der Oboist,
so entfaltete der Tenor das "Ave Maria" inständig. "Mariä Wiegenlied" folgte,
Sopranistin