Fürstenfeldbruck ■ Viel
Walzer, viel Schwung und viel Temperament – so
lässt sich der Start der Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck
ins Jahr 2007 beschreiben. Beim diesjährigen
Neujahrskonzert in der Stadthalle des Veranstaltungsforums
standen neben Operettenwerken von Franz Lehár,
Jacques Offenbach und Johann Strauß auch einige
Höhepunkte des Schaffens von Robert Stolz auf
dem Programm. Wie schon im vergangenen Jahr wurde
der erste musikalische Höhepunkt des Jahres
in der Großen Kreisstadt aufgrund des regen
Besucherinteresses gleich zweimal aufgeführt.
Beide Veranstaltungen waren restlos ausverkauft.
Dass
das Neujahrskonzert heuer bereits zum 13. Mal stattfand,
wertete Lilli Linkel, die durch das Programm führte,
als „gutes Omen“. Dieses
sollte sich im randvollen, festlich dekorierten Stadtsaal
bewahrheiten; schließlich zeigte sich neben
der Chorgemeinschaft mit Dirigent Klaus Linkel und
einem Vokalquartett auch das Gastorchester wieder
einmal in Hochform: Die Mährische Philharmonie
Olmütz, eines der führenden sinfonischen
Orchester der Tschechischen Republik, eröffnete
das Konzert schwungvoll mit dem Walzer „Gold
und Silber“ von Franz Lehár, der den
Takt für den Rest des Abends vorgab.
Danach folgte ein Ausschnitt aus Lehárs Operette „Der
Zarewitsch“, bei dem neben der Chor-gemeinschaft
die Gastsolisten erstmals ihr Können
|
demonstrierten.
Elisabeth Hallberg (Sopran), Andrea Viaricci (Sopran)
und Christian Bauer (Tenor) sind den regelmäßigen Besuchern
des seit 1995 veranstalteten Konzerts bereits von mehreren
Auftritten bekannt. Nachdem er im vergangenen Jahr
noch verhindert war, war diesmal außerdem Martin
Krasnenko (Bassbariton) wieder im Stadtsaal zu Gast.
Dessen Engagement sorgte nach Aussage des Vorsitzenden
der Chorgemeinschaft, Ludwig Lösch, für viel
Vorfreude bei der Stammkundschaft: „Da freuen
sich schon viele“, sagte Lösch vor dem Beginn
des ersten Konzerts.
Energisches
Dirigat
Nach der
Referenz an Lehár hatte sich
der Dirigent und Initiator des Konzerts, Klaus Linkel,
für ein Potpourri
der bekanntesten Melodien von Robert Stolz entschieden.
Nicht nur bei diesem Programmpunkt hatte Linkels freudiges
und energisches Dirigat eine sichtlich ansteckende
Wirkung auf Chor und Orchester. Dieser Funke sprang
auch bald auf das Publikum über, dem im Anschluss
noch Auszüge aus Jacques Offenbachs „Die
Großherzogin von Gerolstein“ und dem „Wiener
Blut“ von Johann Strauß geboten wurde.
Nach ausdauernden Beifallssalven am Ende der Veranstaltung
dürften sich Musiker und Publikum dann schon ein
wenig auf die 14. Auflage des Neujahrskonzerts gefreut
haben. DOMINIK WEISS
|