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Liverpool Oratorium 2006
Pressebericht, Münchner Merkur, 02.10.06

 
Die Chöre glänzen mit Pfiff

Chorgemeinschaft MGV Bruck führt Liverpool-Oratorium auf
Liverpool Oratorio

VON RAFAEL SALA

Fürstenfeldbruck – Solch ungewöhnliche Klänge in Bayerns Barock-Perle Kloster Fürstenfeld? Während draußen die mittelalterlichen Barden tanzten und Schmiede auf glühendes Eisen hämmerten, ging es drinnen reichlich modern zu: Gut besucht war das Gotteshaus zur Premiere von Paul McCartneys Liverpool-Oratorium.

Der wahrscheinlich berühmteste lebende Pop-Star hat ein einziges Mal in seinem Leben den Anker in schöngeistige Gewässer ausgeworfen. Gott sei Dank ist es dabei geblieben. Die Tatsache, dass das Werk des Ex-Beatle-Sängers im Raum München erstmals 15 Jahre nach seiner Entstehung aufgeführt wird, spricht für sich. Denn es ist immer so eine Sache, wenn es Rock-Musiker in die Klassik drängt – meist wird nichts daraus. Rainbow-Gitarrist Richie Blackmore war der Überzeugung, dass aus seinem E-Gitarrensound Beethoven herauszuhören sei. Jeff Lynne, Leader der 70er-Jahre-Kultband ELO, ließ das Bonner Genie gar über einen Rock´n Roll hüpfen, den er ihm eigens widmete.

Ein Chor-
und Geigendenkmal

Beatle-Star Paul McCartney ging noch einen Schritt weiter: Mit seinem 1991 komponierten Oratorium setzte er sich selbst ein Chor- und Geigen-Denkmal. Egomanie und Selbstüberschätzung gehen bekanntlich Hand in Hand.

 

Es gibt nichts schönzureden: Das Werk ist misslungen. Musikalisch, literarisch, künstlerisch. Es ist ein Mix aus Soap, Musical und Klamauk, aufgeblasen mit einer rührenden Schicksalssemantik, getarnt mit der Weihe von Orgelnebel und Sängerpathos, zusammengehalten durch die Klammer Gott. Musik und Text stehen nicht in Beziehung zueinander. Es ist ein unerträglicher Kitsch: Ein bisschen Krieg, ein bisschen Krisen, ein bisschen Frieden, und alles löst sich in Wohlgefallen auf, ist man nur von Gott und dem Sinn des Lebens überzeugt. Für dieses gefühlstriefende Verständnis von klassischer Musik freilich können die Beteiligten der Aufführung nichts: Die Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck, der Jugendchöre Sound of Voices und Grashoppers, der Gesangverein Maisach sowie die Vogtland-Philharmonie unter der Leitung von Klaus Linkel holten aus dem McCartney-Opus raus, was rauszuholen ist. Alle boten eine durch und durch beeindruckende Leistung: Die Chöre glänzten mit Pfiff, Verve und einer breiten Farbpalette, das Orchester fügte sich geschmeidig in den Handlungsgang ein, und die Solisten (insbesondere Sopranistin Susanne Winter) färbten die auftretenden Charaktere mit Wärme und Charme. Zu guter Letzt konnte man der Musik doch noch so etwas wie ein sinnliches Vergnügen abgewinnen dank des Sprechers Ortwin Spieler, der sich mit seinen feinen Schattierungen in der Artikulation auf Spannungselemente verstand.

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