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Neujahrskonzert 2017
Pressebericht, Fürstenfeldbrucker SZ, 03.01.2017

 

Polkaschritt und Walzertakt

Gelungenes und unterhaltsames Neujahrskonzert der Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck mit dem Westböhmischen Sinfonieorchester Marienbad im Stadtsaal


Neujahrskonzert 2017

Von Klaus Mohr

Wer in den Annalen blättert, der stellt fest, dass die Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck als Männergesangverein MGV im Jahr 1861 gegründet wurde, 2016 also das 155. Gründungsjubiläum begehen konnte. Damit handelt es sich um den ältesten Chor der Kreisstadt, auch wenn längst die Frauen die Mehrheit übernommen haben. 1995 fand das erste Neujahrskonzert der Gemeinschaft statt, womit eine inzwischen zum 22. Mal fortgeführte Tradition begründet wurde. Wer nachrechnet, der bemerkt, dass 2017 eigentlich das 23. Neujahrskonzert hätte stattfinden müssen. Doch vor einem Jahr musste es wegen einer Erkrankung des gefühlt ewigen Chorleiters (konkret seit 1982) Klaus Linkel abgesagt werden.

In den beiden Neujahrskonzerten an den ersten zwei Januar-Tagen im ausverkauften Stadtsaal war von Resignation jedoch nichts zu spüren. Alle Akteure auf der Bühne, darunter die vierzig Sänger der Chorgemeinschaft, waren bester Laune, die sich nahtlos auf die Besucher übertrug. Es herrschte eine wunderbare Stimmung - wie immer bei dieser Veranstaltung.

Ein hohes Maß an Verlässlichkeit gehört zu diesem Konzert: Das Programm stammt großteils aus dem Genre der Operette. Seit Jahren treten immer die gleichen Solisten auf, ein Beweis dafür, dass die musikalische Chemie stimmt und dass sich das Publikum freut, die Sänger wieder zu hören. Auch diesmal waren die beiden Sopranistinnen Christina Gerstberger und Laura Faig zu Gast, sowie der Tenor Christian Bauer und der Bariton Torsten Frisch. Jeder Sänger hat hier nicht nur seine Stimmlage, er verkörpert auch einen bestimmten Bühnentypus, der die wesentlichen Charaktere der Verwechslungs- und Verbandelungsgeschichten ideal abdeckt. Lilli Linkel führt mit gut gesetzten Worten durchs Programm und schafft dadurch inhaltliche Verbindungen, oder sie belässt es geschickt bei Andeutungen, die der Zuhörer selbst entschlüsseln muss. In diesem Jahr war auch wieder das Westböhmische Sinfonieorchester Marienbad da, ein sehr routiniert musizierender und äußerst zuverlässiger Klangkörper.

Mit dem Kaiser-Walzer von Johann Strauß begann das Programm. In stimmigem Tempo sowie ausgewogener Balance zwischen Streichern und Bläsern entwickelte sich ein schöner symphonischer Klang. Dynamische Steigerungen und rhythmische Präzision waren für die musikalische Überzeugungskraft verantwortlich. Nicht Prinz Orlofsky lud sich dann gern Gäste ein, sondern die Chorgemeinschaft: Sie intonierte als Veranstalter dessen Worte aus der "Fledermaus". Mit "Höre ich Zigeunergeigen" stellte sich Christina Gerstberger als Gräfin Mariza vor. Ihr intensives Timbre entsprach hier ganz der Rolle als reife Frau. In "Florenz hat schöne Frauen" begegneten sich Boccaccio (Torsten Frisch) und Fiametta (Laura Faig). Während er darstellerisch und stimmlich den erfahrenen Herrn gab, setzte sie auf die spielerische Unschuld. Christian Bauer verfügt über einen sehr ausgeglichenen und in jeder Tonlage gut ansprechenden Tenor. Das Auftrittslied des René "Mein Ahnherr war der Luxemburg" aus Franz Lehárs "Graf von Luxemburg" war, auch in Kombination mit den Chorzwischenspielen, ebenso präzise wie unterhaltsam.

Es steht zu vermuten, dass es diese Neujahrskonzerte nicht mehr gäbe, wenn sie nicht ganz in der Hand von Klaus Linkel liegen würden. Vordergründig motiviert und dirigiert er nur. Tatsächlich aber ist im Konzert der wohl wesentlichste Teil seiner Arbeit fast unbemerkt schon geschehen: Er zeichnet für die Chorarrangements verantwortlich, eine Aufgabe, die nicht nur hohe Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen, sondern auch viel Zeit erfordert. Dadurch lassen sich die Chorauftritte mit den vorgesehenen Ausschnitten aus den Operetten auf eine Weise verzahnen, die den sängerischen Möglichkeiten der Chorgemeinschaft ebenso wie ihren Stärken gerecht wird. Es entsteht ein beeindruckendes, individuell auf die Situation zugeschnittenes Gesamtkunstwerk, welches das Publikum begeistert. Allein deshalb darf man sich über die Ankündigung des Neujahrskonzerts 2018 im Programmheft freuen.

 

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